Unter Manga versteht man, außerhalb von Japan, in erster Linie Comics, die aus Japan stammen oder die Stilmerkmale der Manga-Zeichnung aufweisen.

Typische Merkmale des Mangas sind große, niedliche Augen, über die, neben den teilweise abstrakten Hintergründen, Emotionen und Stimmungen widergespiegelt werden, sowie den starken Einsatz von Posen.

Die zwei große Manga-Arten sind: die Story-Manga und die Comic-Strips. Die Story-Mangas sind oft über 1000 Seiten lang und weisen, im Gegensatz zu den Bildern, eher wenig Text auf. Durch die geschickte Darstellung von den verschiedenen Bewegungen und dem Gebrauch von Bildkompositionen wird dennoch ein schnelles Lesen ermöglicht. Die Comic-Strips, auch Yonkoma (Vier-Bilder-Comic) genannt, sind kurz.
mangaDie japanischen Mangas werden oft in Schwarz-Weiß gezeichnet und werden nicht nur von links nach rechts, sondern auch, von hinten nach vorne gelesen.

Das Wort Manga besteht aus 2 japanischen Symbolen. Das erste bedeutet: frei, impulsiv, unwillkürlich, ziellos, wunderlich oder unmoralisch, das zweite: Bild.

Die Vorgeschichte des Mangas reicht weit zurück. Zum ersten Mal tauchte die Bezeichnung Manga im 17. Jahrhundert auf. Katsushika Hokusai fasste den Begriff auf und veröffentlichte seiner Zeit unter anderem Momentaufnahmen der japanischen Gesellschaft. Die typischen Merkmale waren hier noch nicht erkennbar. Die Bildgeschichten, wie wir sie heute kennen, entstanden erst viele Jahrhunderte später. Rakuten Kitazawa war ein Manga-Pionier dieser Zeit und gründete 1932 die erste Schule für Karikaturisten.

Die Merkmale der Mangas, wie sie uns heute bekannt sind, entstanden jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Osamu Tezuka prägte in der Nachkriegszeit nicht nur die Anime, die Verfilmung des japanischen Comics mit Stilelementen des Mangas, sondern er verhalf dem Manga zu seiner heutigen Popularität. Ein bekannter Manga von ihm ist unter anderen: Kimba, der weiße Löwe.

Der Durchbruch in Deutschland kam erst 1996 mit Dragonball. Offiziell wurde Manga und Anime erst im Jahre 2000 von der japanischen Regierung als eigenständige Kunstform anerkannt. Seitdem haben sich viele Genres gebildet und decken mittlerweile jede Altersgruppe ab.

Die Genre

*Kodomo für kleine Kinder
*Shōnen für männliche Jugendliche
*Shōjo für weibliche Jugendliche
*Seinen für (junge) Männer

Die Mangaszene erfreut sich einer großen Fangemeinschaft. Die Autoren von Manga werden Mangaka genannt.