Cartoons thematisieren beinahe alles, sie sind selten politisch und stehen meistens im Schatten von Karikaturen. Die Nachwuchsszene der Karikaturisten ist zwar relativ klein in Österreich, jedoch lässt sich erkennen, dass die oft tagespolitischen Gags der Karikaturen in Österreich gut ankommen.

Markus Szyszkowitz

MarkusSzy40Der österreichische Karikaturist Markus Szyszkowitz ist vor allem durch seine von 1998 bis 2009 in der Kronen Zeitung erschienene Serie “Superrudi und Superstruppi” bekannt geworden.

Der aus einer Künstlerfamilie stammende Grazer besuchte neben seinem Architekturstudium auch die von seinem Großvater gegründete Meisterschule für Malerei. Bereits neben seinem Studium veröffentlichte Markus Szyszkowitz 1988 sein erstes Comicbuch mit dem Titel die Grazer Wunderwaffe und legte es dem damaligen Herausgeber der Kronen Zeitung vor, woraufhin er das Angebot für einen täglichen Comic-Strip in dieser besagten Zeitung erhielt. Darüber hinaus zeichnete er vor allem politische Cartoons für Zeitungen wie Die Presse, die Wiener Zeitung und die Tiroler Tageszeitung. Auch zu finden sind seine Zeichnungen unter dem Pseudonym Rachel Gold.

Gerhard Haderer

Die mit HADES signierten Karikaturen stammen aus der Feder von Gerhard Haderer, einem erfolgreichen österreichischen Karikaturisten aus Leonberg.

Nachdem Gerhard Haderer als Dekorateur und Grafiker arbeitete, veröffentlichte er 1984 seine ersten satirischen Zeichnungen, die unter anderem im Watzmann abgebildet wurden. Nur bereits ein Jahr später konnten seine Werke auch in weiteren Zeitungen, wie zum Beispiel den Oberösterreichischen Nachrichten und der deutschen Zeitschrift Stern, gefunden werden. Sein Buch “Das Leben des Jesu”, erschienen im Jahr 2002, löste heftige Kritiken aus und bescherte Gerhard Haderer sogar wegen Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft in Griechenland eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten, zu der er in Abwesenheit verurteilt wurde. Das Buch verfolgt humoristisch das Leben Jesu von Geburt bis Himmelfahrt unter dem Einfluss von Weihrauch und legt besonderes Augenmerk auf das Verhalten der Jünger. So kritisch Gerhard Haderer auch beäugt wurde, für seine vielen bemerkenswerten Werke wurde er sogar mit dem deutschen Karikaturpreis 2001 ausgezeichnet und erhielt im Jahr 2006 den Karikaturpreis der Anwaltschaft.